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Abstract

Labordiagnostik allergischer Erkrankungen
Allergies

Es existieren zahlreiche Methoden zur Bestimmung des sIgE, die auf ähnlichen Prinzipien beruhen: Spezifische Allergenextrakte und teils verfügbare rekombinante Allergene werden entweder an eine feste Phase gekoppelt oder als Flüssigallergene eingesetzt, an die Immunglobuline mit entsprechender Spezifität nach Inkubation binden. Werden Festphasen verwendet, sollten deren Oberfläche sowie eine ausreichende Menge und Qualität der Allergene sicherstellen, dass im Idealfall die Gesamtheit des sIgE gebunden werden kann. Nach Entfernen der ungebundenen Immunglobuline werden in einem anschließenden Inkubationsschritt radioaktiv, mit Fluoreszenz markierte oder enzymgekoppelte Anti-IgE-Antikörper zugesetzt. Die gebundenen Anti-IgE-Antikörper werden entweder durch direkte Bestimmung der Radioaktivität und Fluoreszenzintensität oder nach Zusatz eines Substrats durch die Messung der enzymatisch eingeleiteten Farbreaktion nachgewiesen. Die Quantifizierung gelingt durch eine auf bekannte sIgEMengen bezogene Eichkurve. Dabei werden künstlich definierte Einheiten verwendet oder eine dem WHO-Standard für Gesamt-IgE-Werte angepasste Eichkurve zur Bestimmung der sIgE-Werte zugrunde gelegt (sogenannte heterologe Interpolation). Somit ist bis heute eine echte Quantifizierung des sIgE im eigentlichen Sinne nicht möglich. Abgesehen von den verwendeten Allergenen unterscheiden sich die Testsysteme nicht nur in der Festphase zur Kopplung der Allergene, sondern auch in den notwendigen Reagenzien und dem anschließenden Detektionssystem.

Ludger Klimek

Reviewer:Ralph Mösges,Köln
und Oliver Pfaar,Mannheim

CME Hals Nasen Ohrenheilkd 2007;1(1):4-17