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Abstract

Anti-EGFR-Therapie bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches
Anti EGFR antibodies for advanced squamous cell carcinoma of the head and neck

Lokoregionär fortgeschrittene Plattenepithelkarzinome des Kopf-Hals-Bereiches (PEKH) besitzen trotz radikaler Operationen und kombinierter Radiochemotherapie eine schlechte Prognose. Besonders schwierig stellt sich die therapeutische Situation für rezidivierte und/oder metastasierte PEKH dar. Deshalb sind dringend alternative oder ergänzende Behandlungskonzepte, z.B. unter Berücksichtigung neuartiger Zielstrukturen, notwendig. Durch die Überexpression des epidermalen Wachstumsfaktor- Rezeptors (EGFR) in etwa 90% der PEKH steht ein attraktives Zielmolekül für eine antitumorale Antikörpertherapie zur Verfügung. Der monoklonale Anti-EGFR-Antikörper Cetuximab (Erbitux®) bindet an EGFR und inhibiert das Tumorzellwachstum. Inzwischen existieren eine Anzahl klinischer Phase-III-Studien, die eine Wirksamkeit von Erbitux® in der Kombination mit Chemotherapie oder/und Radiotherapie für fortgeschrittene/rezidivierte/metastasierte PEKH belegen.Aus diesem Grund wurde Erbitux® in der Kombination mit einer Bestrahlung für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen PEKH zugelassen und soll zukünftig nicht nur kombiniert mit einer palliativen Chemotherapie, sondern auch für den Einsatz bei einer kurativ intendierten Radiochemotherapie zur Verfügung stehen.

Rainald Knecht
Hals-Nasen-Ohren-Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf,Hamburg

Reviewer: Stephan Lang, Essen
und Marc Dellian, München

CME Hals Nasen Ohrenheilkd 2008; 2(1): 50-58